Eine Investition in die Zukunft

Marcelo Cuscuna ist Regionalpräsident des deutschen Medizintechnikkonzerns Ottobock in Lateinamerika.

Marcelo Cuscuna, Regionalpräsident des deutschen Medizintechnikkonzerns Ottobock in Lateinamerika

Herr Cuscuna, warum engagiert sich Ottobock für moderne Orthopädietechnik in Kuba?
Wir haben gesehen, an was es fehlt. Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, solche Kooperationen in einem Entwicklungsland aufzubauen. Und wir wissen, dass die GIZ mit vielen Firmen zusammenarbeitet und gute Ergebnisse erzielt. In der ersten Phase haben wir 33 kubanische Techniker weitergebildet und die Hauptwerkstatt in Havanna ausgestattet. Unser Engagement ist mittel- bis langfristig angelegt.

Warum hat Ottobock gerade Kuba ausgesucht?
Zum einen ist das der Traum unseres Firmenchefs Hans Georg Näder. Aber vergessen wir nicht, dass es in Kuba auch große Möglichkeiten und gute Voraussetzungen gibt. Schließlich war die kubanische Medizin bis in die 1990er Jahre vorbildlich und weit entwickelt. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen hier zu verbessern. Immer mehr Patienten auf der Insel sollen eine gute Versorgung bekommen.

Welche Vorteile zieht das Unternehmen aus dem Projekt?
Kuba ist noch kein Geschäft für Ottobock, sondern eine Investition in die Zukunft. Es geht hier nicht darum, sofort Geld zu verdienen, wir sehen aber Marktpotenzial. Darüber hinaus wollen wir unserer sozialen Verantwortung gerecht werden.

aus akzente 2/18

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