Gemeinsam für globale Gesundheit

Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind – daher engagiert sich Deutschland gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft für Gesundheit weltweit.

Globale Gesundheit

Die weltweiten Erschütterungen durch die Corona-Pandemie haben unmissverständlich klar gemacht: So wenig wie sich ein Virus an Grenzen hält, so wenig ist Gesundheit ein nationales oder eindimensionales Thema. Ein funktionierendes und solidarisches Gesundheitswesen ist vielmehr zentraler Pfeiler einer stabilen globalen Ordnung und Voraussetzung für nachhaltige, gerechte Entwicklung. Nur ein klares Ja zur internationalen Zusammenarbeit kann die Fortschritte bringen, die nötig sind, um die dramatischen Folgen der Pandemie zu schultern und die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen.

Derzeit steht das Thema Impfen und Diagnostik im Mittelpunkt. Deutschland hat bereits in der Vergangenheit weltweite Impfkampagnen gegen armutsbedingte Infektionskrankheiten wie HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose und Polio gestärkt. In der Corona-Krise unterstützt die Bundesregierung weltweite Pandemiebekämpfung mit 2,2 Milliarden Euro. Der Großteil des Beitrags geht an die Impfstoffplattform COVAX, über die Impfstoffe für Entwicklungsländer beschafft und finanziert werden. Und bei der Covid-19-Diagnostik war vor allem die Expertise der „Schnell einsetzbare Expertengruppe Gesundheit“ (SEEG) weltweit gefragt wie nie zuvor. Die GIZ und ihre Partner konnten hier auf bestehende Kontakte und vielfältige Erfahrung aufbauen und in Asien, Afrika und Lateinamerika helfen.

5,6 Milliarden

Menschen müssen nach Einschätzung der WHO zweimal geimpft werden,
um die Covid-19-Pandemie zu beenden.

Die GIZ unterstützt seit langem eine Vielzahl von Partnerländern und Organisationen bei der Stärkung des Gesundheitssystems. Etwa durch innovative, digitale Werkzeuge fürs Impf- und Seuchenmanagement, dem Ausbau von Neugeborenen-Stationen, Hygienetraining von Kindern sowie Beratung und Trainings für Fachleute. Immer häufiger wird dabei auf einen ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz gesetzt: „One Health“ geht davon aus, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt voneinander abhängen. So beeinflusst der Klimawandel etwa die Verbreitung krankheitsübertragender Insekten oder die Massentierhaltung die Wirkung von Antibiotika beim Menschen.

Den Blick weiten und Grenzen überwinden – das ist das Gebot der Stunde, um dem Ziel globaler Gesundheit näher zu kommen.

Zitat

Prof. Dr. Axel Radlach Pries

„Die Weltgemeinschaft braucht eine Gesundheitsversorgung für alle.“

 

Prof. Dr. Axel Radlach Pries
Dekan der Charité - Universitätsmedizin Berlin
und Präsident des World Health Summit

Reportage

Impfstoffe müssen kühl bleiben, damit sie wirken. Ein Pilotprojekt in Malawi zeigt, wie das in abgelegenen Dörfern funktioniert.

Gastbeitrag

BMZ-Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth erklärt in einem Gastbeitrag, warum der One-Health-Ansatz zur Vorbeugung weiterer Pandemien unerlässlich ist und wie ihn die Bundesregierung fördert.

Reportage

Richtiges Händewaschen rettet Kinderleben. Im südostasiatischen Laos gehört Hygienetraining zum Schulalltag: damit Mädchen und Jungen gesund bleiben.

Reportage

Die Coronavirus-Pandemie ist weltweit ein Weckruf für eine bessere Koordination bei der Seuchenprävention. Wie das geht, zeigt die Zusammenarbeit mit der ECOWAS-Region.

Reportage

Einsatz in Madagaskar: unterwegs mit einem Wissenschaftlerteam zur Pestaufklärung im Hochland der Inselrepublik

Reportage

Der Zugang zu sauberem Wasser und solider Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht, aber für viele Menschen in Kenia nicht selbstverständlich.

Reportage

Bangladeschs Gesundheitssystem erlebt eine kleine Revolution: Die Digitalisierung erleichtert Ärzten die Arbeit und spart Geld.

Corona