#EU2020DE

Gemeinsam. Europa wieder stark machen

akzente begleitet die deutsche EU-Ratspräsidentschaft mit Fakten, Stimmen, Hintergründen und Analysen.

#EU2020DE

Deutschland übernimmt am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft unter dem Motto: „Gemeinsam. Europa wieder stark machen“. Das geschieht in einer Zeit, in der die Welt mit der Coronavirus-Pandemie samt aller Folgen kämpft: Sie reichen von steigenden Infektions- und Sterberaten, überlasteten Gesundheitssystemen und Kontaktverboten bis hin zu wirtschaftlichen Einbrüchen, einem gebremsten Welthandel, wachsenden Schuldenbergen und steigender Armut. Deshalb werden die Pandemie und die globale Gesundheit die deutsche EU-Ratspräsidentschaft prägen. Das gilt ganz allgemein, aber im Besonderen auch für die Entwicklungszusammenarbeit, denn es geht jetzt um die Frage, wie man zu globalen Antworten für eine globale Herausforderung kommen kann.

Aktuelle Themen

Europa und Afrika: Die Zukunft der Partnerschaft
Ein Thema, zwei Sichtweisen – in unserer neuen Rubrik bitten wir Expert*innen, ein Thema aus ihrer persönlichen Sicht zu analysieren. Den Auftakt bildet die Beziehung zwischen Afrika und Europa.
Freiräume im Dickicht der Steine
In den überfüllten Siedlungen von Ägyptens Millionenstädten sind sie Lichtblicke: Stadtteilzentren, die Jugendlichen und Familien Orte für Erholung und Sport bieten.
Wie unsere Arbeit wirkt
akzente präsentiert Wirkungen der Gemeinschaftsmaßnahmen von der EU und der Bundesregierung aus dem Jahr 2019.

Schwerpunkte der Ratspräsidentschaft

Zu den weiteren Schwerpunkten zählt neben dem Einstehen für eine rechtebasierte Weltordnung und dem Multilateralismus vor allem der Nachbarkontinent Afrika: Die EU-Kommission plant, im Herbst eine neue EU-Afrika-Strategie zu verabschieden, in deren Mittelpunkt Investitionen, Energiezugang und eine grüne Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit stehen. Die Diskussionen bis zum Abschluss der Strategie gilt es, zu organisieren und zu moderieren.

In Zusammenhang mit Afrika wird zudem die Digitalisierung eine große Rolle spielen. Hier nimmt sich die Bundesregierung vor, einige Initiativen zu starten, die Afrikas Innovationen voranbringen und technologisch näher an Europa heranrücken lassen. Auch die Bedeutung nachhaltiger Lieferketten, gerade für Entwicklungsländer, wird im Fokus stehen. Schließlich sollen die EU-Mitgliedstaaten in der Entwicklungszusammenarbeit geschlossener auftreten; auch dafür hat die Bundesregierung diverse Initiativen ins Auge gefasst.

Die GIZ für Europa

Die GIZ unterstützt die Bundesregierung auf vielfältige Weise dabei, ihre Prioritäten während der EU-Ratspräsidentschaft umzusetzen. Sie bringt kontinuierlich ihre Expertise bei verschiedenen Ministerien in Deutschland, aber auch bei der Kommission in Brüssel ein und führt in den sechs Monaten diverse fachlich relevante Veranstaltungen durch.

Als deutsches Bundesunternehmen trägt die GIZ mit ihrer Arbeit aber auch zu anderen Zeiten dazu bei, die politischen Grundsätze und internationalen Verpflichtungen der EU und der Bundesregierung zu erfüllen. Dafür arbeitet die GIZ weltweit mit und für die EU auf zahlreichen Themenfeldern und unterstützt sie im Auftrag der Bundesregierung von der fachlichen Beratung bis zur praktischen Umsetzung von Projekten. So zum Beispiel bei „grüner“ Energie, Umweltschutz, Klimawandel, bei Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, bei nachhaltiger Landwirtschaft, beim Thema Flucht, Frieden und Menschenrechten oder bei der Partnerschaft mit Afrika. Künftig wird neben dem besonderen Engagement für Klima und Energie („Green Deal“) auch die Kreislaufwirtschaft noch an Bedeutung gewinnen, welche die EU in den Mitgliedstaaten selbst und in Partnerländern rund um den Globus fördern möchte.

EU-Fakten

Das Geschäftsvolumen der GIZ mit der EU hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und sich seit 2015 auf 375 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Das Engagement der EU in der Welt

Die EU kann auch deshalb wirksame Akzente setzen, weil sie international ein sehr bedeutsamer Akteur ist: Zusammen mit ihren Mitgliedstaaten bringt sie mehr als die Hälfte aller öffentlichen Entwicklungsgelder auf und ist damit der größte Geber in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Den Rahmen dafür bildet auf europäischer Ebene der „Europäische Konsens über die Entwicklungspolitik“ aus dem Jahr 2017, der als wichtigste Ziele den Kampf gegen Armut und die Förderung nachhaltiger Entwicklung in den Partnerländern festgeschrieben hat. International bilden die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) und das Pariser Klimaabkommen den Rahmen für das EU-Engagement.

In die weltweiten Aktivitäten der EU bringt sich die GIZ mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, ihrer fachlichen Expertise und ihrer großen Umsetzungsstärke ein. Damit ist die Fähigkeit gemeint, anspruchsvolle Aufträge der internationalen Zusammenarbeit auch unter schwierigsten Bedingungen schnell und wirksam umzusetzen. Das ist gerade in Corona-Zeiten eine besondere Kompetenz.

Aktuelle Themen

Starke Stimmen für Europa
Wirtschaft, Sicherheit, Gesundheit, Entwicklung: Wir haben Europa-Expertinnen und -Experten nach ihrer Sicht auf Themen befragt, die die deutsche Ratspräsidentschaft bestimmen.
Eine Frage der Zeit
Die Coronavirus-Pandemie ist weltweit ein Weckruf für eine bessere Koordination bei der Seuchenprävention. Wie das geht, zeigt die Zusammenarbeit mit der ECOWAS-Region.
Projekte im Überblick
Die Europäische Union setzt sich für Entwicklung, Frieden und Demokratie in der Welt ein. In ihrem Auftrag führt die GIZ weltweit zahlreiche Projekte durch. Eine Auswahl.

Beispiele unserer Arbeit für die EU

Interview

„Die Folgen der Corona-Pandemie abfedern“

Der studierte Ökonom Siegfried Leffler leitet seit 2016 die Brüsseler GIZ-Repräsentanz. Dort betreut er die Zusammenarbeit der GIZ mit den EU-Institutionen, vor allem mit der Europäischen Kommission.

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Linksammlung & Bildnachweise

Die auf dieser Seite genannten Informationen sowie weitere Fakten und Zahlen zur EU finden Sie auf folgenden Seiten:
www.eu2020.de
www.bmz.de/de/ministerium/wege/ez_eu
www.giz.de/de/mit_der_giz_arbeiten/135.html
www.giz.de/eventsbrussels (Englisch)
www.giz.de/de/weltweit/300.html
www.parleu2020.de
europa.eu/european-union/index_de

Bildnachweise: François Genon, Europäisches Parlament, Thomas Imo/photothek.net, Marius Becker/dpa