Westafrika

Start-ups: Edmond Nonie

Geschäftsführer Edmond Nonie über seine Idee zu „Track your Build“, einem Unternehmen zur Bewertung von Fortschritten bei Bauprojekte

Text: 
Olivia Cuthbert
Foto: 
Thomas Imo

Edmond Nonie (31), Geschäftsführer des Start-up-Unternehmens „Track your Build“ in Westafrika​

Edmond Nonie (31), Geschäftsführer des Start-up-Unternehmens „Track your Build“ in Westafrika„Es hat sich viel verändert, seit wir das Unternehmen in Sierra Leone im Juni 2016 gegründet haben. Ursprünglich war die Idee von „Track Your Build“, im Ausland lebenden Afrikaner*innen zu ermöglichen, Bauprojekte zuhause zu überwachen. Ich hatte beobachtet, dass viele Leute betrogen wurden, wenn sie nicht da sein und die Bauarbeiten überwachen konnten. Aber schnell wurde klar, dass das Problem zu vielschichtig ist, um von einem kleinen Start-up allein angegangen zu werden. Daher haben wir vorerst unser Tätigkeitsfeld eingeschränkt und konzentrieren uns nunmehr auf die Bewertung von Fortschritten bei Bauprojekten. Wir erweitern unsere Expertise dann Schritt für Schritt. Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfuhr, dass uns die GIZ für ihr Programm ausgewählt hat. Schon eine ganze Weile wollte ich nach Nigeria gehen, um das Unternehmen hier aufzubauen, aber mir fehlten Kontakte und Kenntnisse des Landes. Durch diese Chance konnte ich die Hürden überwinden. Wir entwickeln unser Unternehmen, sprechen mit Kund*innen und versuchen Investitionen zu akquirieren. Wir haben bereits eine Anzahl von großen Institutionen als Kunden, darunter das UN-Büro für Projektdienstleistungen und die Weltbank sowie einige lokale und internationale Maschinenbauunternehmen. Ich glaube, wir haben eine Marktnische gefunden. Es gibt definitiv einen Bedarf für die Dienstleistungen, die wir anbieten. Einer unserer Kunden will täglich aktualisierte 3D-Modelle seiner Baustelle und Drohnenüberwachung zu Sicherheitszwecken. Es gab einige Herausforderungen, vor allem, was Investitionen angeht. Viele Kund*innen sagen uns: ,Kommt wieder, wenn ihr die Ressourcen habt.‘ Aber die Investor*innen sagen: ,Kommt wieder, wenn ihr Kund*innen habt.‘ Es kann ziemlich schwierig sein, afrikanische Unternehmen davon zu überzeugen, in Start-ups zu investieren, die bisher keinen Gewinn vorweisen können. Aber jetzt machen wir Fortschritte und ich sehe die Zukunft optimistisch.“

Die anderen Stimmen:

Ifeyinwa Ugochukwu

Tunji Eleso

Jan Schwaab

Debu Odulana

Januar 2019

Mehr auf giz.de: 
Mehr im Netz: