Hallo aus Ulan Bator

Berufsbildungsexpertin Beate Dippmar stellt sich vor.

Beate Dippmar

Hallo aus Ulan Bator,

seit anderthalb Jahren lebe ich mit meiner Familie in der Mongolei, einem spannenden Land. Ich bin als Programmleiterin für die Verbesserung der Qualität der Berufsbildung zuständig. Ein tolles Team von rund 50 Menschen aus der Mongolei und aus Deutschland arbeitet hier zusammen. Wir unterstützen Fachministerien dabei, sieben ausgewählte Berufsschulen zu Kompetenzzentren weiterzuentwickeln, etwa für Mechatronik, Bau- oder Schweißtechnik. Gemeinsam konzipieren wir ein System für die Ausbildung von Berufsschullehrerinnen und -lehrern und beraten Schulen dabei, sich besser finanziell aufzustellen.

In der Arbeit mit den Schulen sieht man den Erfolg auch im Kleinen, etwa wenn eine Lehrkraft nach einem Kurs ihre Begeisterung für ein Thema an die Auszubildenden weitergibt. Meinen Arbeitsalltag prägen Beratungen mit den Partnern in Ministerien und Abstimmungen mit den Kofinanzierungsgebern aus Korea und Australien. Auch die Anbahnung von Partnerschaften mit der Wirtschaft ist ein wichtiges Arbeitsfeld von mir. Dieses innovative Umfeld gefällt mir sehr gut. Die deutschen Entwicklungshelferinnen und -helfer an den Schulen vor Ort sind zupackende Leute, die klare Worte finden – das schätze ich sehr.

Ich habe bereits für die GIZ in Vietnam und Ruanda gearbeitet, ebenfalls in der Berufsbildung. Zur Verbesserung der beruflichen Chancen junger Menschen beizutragen, ist für mich wichtig. Auch verbinde ich mit diesem Thema meine weitere Passion, den Umweltschutz. Denn Umweltverantwortung gehört in jede Ausbildung.

Nicht nur bei Besuchen in den Schulen lerne ich Land und Leute kennen, auch mit meiner Familie reise ich sehr viel. Von Ulan Bator ist es nicht weit in die Natur. Die Landschaft ist ungeheuer abwechslungsreich. Im Sommer gehen wir an Wochenenden mit unseren zwei Kindern zelten, im Winter fahren wir ins nahe gelegene Skigebiet. In Ulan Bator gibt es außerdem ein reiches Kulturleben.

Die Winter hier in der Mongolei sind kalt, aber ich hatte sie mir schlimmer vorgestellt. 20 Grad minus fühlen sich bei trockener Luft gar nicht so kalt an. Außerdem scheint häufig die Sonne, das ist gut fürs Gemüt.

Herzliche Grüße  
Ihre Beate Dippmar

aus akzente 1/20

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