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akzente begleitet gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklungen über einen längeren Zeitraum. Sie möchten noch einmal auf ältere Beiträge zu einem Thema zugreifen? Die aktuelle und frühere Ausgaben des Magazins können Sie über unser umfangreiches Archiv abrufen.

Ausgabe 3/2017 Schwerpunktthema: Saubere Energie

Eigentlich scheint alles klar, sind die ­Rollen verteilt: auf der einen Seite jene, die den Klimawandel leugnen oder ihn verharmlosen – angeführt vom US-Präsidenten, der hartnäckig Kritik am Pariser Klimaabkommen übt und auszusteigen droht. Auf der anderen Seite jene, die alles dafür tun, das Klima zu retten: Wissenschaftler, Politiker, Unternehmer und viele Umweltorganisationen sensibilisieren die Bürger und werben für einen ressourcenschonenden Umgang mit Energie. Dazwischen die Vereinten Nationen und ein Klimaabkommen, das im November 2017 erneut zur Debatte steht, wenn in Bonn unter der Präsidentschaft von Fidschi mehr als 20.000 Delegierte aus 197 Nationen auf der 23. Weltklimakonferenz darum ringen, die klimaschädlichen Treib­hausgase nachhaltig zu reduzieren.

Warum also ein Magazin zum Thema saubere Energie? Weil Menschen wie der Energieexperte Rainer Schröer sich dafür engagieren, dass Chile in nicht allzu ferner Zukunft womöglich 100 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht. Angesichts der rasanten Entwicklungen des lateinamerikanischen Landes ein nicht ganz abwegiger Traum, wie unsere Reportage zeigt. Oder weil die Chefin des UN-Klimasekretariats, die Mexikanerin Patricia Espinosa, trotz vieler Rückschläge einen „globalen Enthu­siasmus“ im Kampf gegen den Klimawandel ausmacht, wie sie im Interview mit akzente verrät. Der Einsatz für den Ausbau umweltfreundlicher Technologien und der Energieeffizienz auf internationalem Parkett lohne sich weiterhin, so Espinosa. Und es gibt Menschen wie Imane Lemsafi, die wir in einer Reportage aus Marokko vorstellen. In ihrem Heimatland leistet sie als frisch ausgebildete Energiespezialistin einen Beitrag dazu, dass das Land seine ehrgeizigen Pläne verwirklichen kann: Bis 2020 – so will es die Regierung – sollen 42 Prozent der Stromerzeugung auf alternativen Energien beruhen.

Zu kleinteilig, meinen Sie? Ich persönlich finde: Es ist genau diese Mischung aus Engagement im Großen und Kleinen, die angesichts der massiven Herausforderungen nötig ist. Jede Initiative zählt. Zusammen ergeben sie ein sinnhaftes Ganzes. Denn nur in einem solchen Mix können die komplexen Herausforderungen, die ZEIT-Redakteurin Christiane Grefe in ihrem Essay schildert, bewältigt werden.

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Ausgabe 2/2017 Schwerpunktthema: Afrika

Afrika fordert uns heraus. Wer ein Heft über diesen Kontinent gestaltet, kann eigentlich nur scheitern. Denn wie soll man die 54 Staaten mit ihren etwa 1,1 Milliarden Einwohnern, ihrem großen kulturellen Reichtum und ihrer facettenreichen Geschichte auf ein paar Seiten angemessen abbilden? Bei der Planung zum Schwerpunkt dieser Ausgabe haben wir uns genau diese Frage gestellt. Dennoch haben wir es gewagt.

Denn Afrika beschäftigt uns. Und das nicht erst, seit mit den Fluchtbewegungen auch aus Afrika der Kontinent einmal mehr ins Blickfeld gerückt ist. Denn Afrika ist unser Nachbarkontinent. Es ist der Teil der Erde, in dem sich der weitaus größte Anteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit hohem Engagement für mehr Entwicklung einsetzt. Die Bundesregierung arbeitet derzeit im Rahmen ihrer G20-Präsidentschaft an verschiedenen Initiativen, um mehr Dynamik in die Verbesserung der Lebensperspektiven dort zu bringen. Im Verbund mit afrikanischen und multilateralen Entwicklungsbanken sollen die Rahmenbedingungen für nachhaltige Privatinvestitionen sowie Investitionen in Infrastruktur und Beschäftigung gestärkt werden. Dabei geht es vor allem um die Zusammenarbeit mit jenen Staaten, die selbst gegen Korruption und Steuervermeidung vorgehen. Ist dieses Engagement nur ein weiterer Tropfen auf den heißen Stein? Gewiss nicht. Die Aufmerksamkeit wird bleiben. Zu Recht. Denn: 
Afrika überrascht. Wer nur an Krieg, Katastrophen und Krankheiten denkt, übersieht die vielen kleinen Signale, die aus Afrika kommen: So ist Nigeria 2017 zum ersten Mal bei der Kunstbiennale in Venedig vertreten. Oder Youssou N’Dour, Sänger und Komponist aus dem Senegal: Er tritt regelmäßig in Europa auf und setzt sich als Kulturminister seines Landes unter anderem dafür ein, dass mehr seiner Landsleute Zugang zum Internet haben. Eines scheint klar: Wer sich mit Afrika beschäftigt, darf nicht in seinen Vorurteilen verhaftet bleiben. Der Grat zwischen „Helfersyndrom“ und „Romantisierung“ ist schmal. Nicht zuletzt bei der Auswahl des Titelbildes fiel uns auf, wie schwer es ist, das Typische dieses Kontinents darzustellen, ohne Klischees zu bedienen. 

Vielleicht macht es auch Sie neugierig auf unseren Fokus-Teil in diesem Heft, in dem wir Autoren aus Afrika und Deutschland gebeten haben, ihre Perspektiven auf diesen Kontinent mit uns zu teilen. Eine Stimme ist Kandeh Yumkella, lange Jahre bei den Vereinten Nationen, der nun für das Amt des Präsidenten seines Heimatlandes Sierra Leone kandidieren will. Seine Botschaft: „Europa sollte Afrika als Investitionsmöglichkeit betrachten, es als potenziellen Markt sehen und nicht als Problem.“

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Ausgabe 1/2017 Schwerpunktthema: Agenda 2030

1990 lebten rund 47 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern in extremer Armut, also von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Heute sind es nach Angaben der Vereinten Nationen nur noch 14 Prozent. Die Zahl der Kinder, die vor ihrem sechsten Geburtstag sterben, ist im gleichen Zeitraum von 12,7 Millionen auf sechs Millionen gesunken. Der Einsatz erneuerbarer Energien hat sich während dieser Zeit mehr als verdreifacht. Positive Tendenzen, auch wenn sich nicht jedes Land gleich gut entwickelt hat. 

Vieles davon geht auf die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen zurück. Die Generalversammlung hatte sie im September 2000 beschlossen – die Halbierung der Zahl der Menschen in extremer Armut und die Bekämpfung des Hungers gehörten dazu. Und doch ist der Blick auf den Zustand der Welt häufig eher skeptisch.

Der deutsche Ökonom Max Roser, der in Oxford lehrt, spricht von einer verzerrten Wahrnehmung und liefert gleich die Erklärung mit dazu: Menschen neigten dazu, das Negative überzubewerten. Wir interviewen Roser in unserer aktuellen Ausgabe. Er sammelt lange Datenreihen und kommt zu dem Schluss, dass es den meisten Menschen heute besser geht als früher. Die Zahl der bewaffneten Konflikte hat sich zwischen 2007 und 2014 allerdings fast verdreifacht – das darf und muss beunruhigen. Denn Konflikte schaden nicht nur kurzfristig der Bevölkerung, sie wirken sich auch negativ auf die langfristige Entwicklung eines Landes aus.

Gerade deshalb ist es wichtig, auch in Krisenzeiten stets einen Kompass zu haben. Das meint Dagmar Dehmer, Politikredakteurin beim Berliner Tagesspiegel, und verweist auf die Agenda 2030. Mit ihr befasst sich der Schwerpunktteil der vorliegenden Ausgabe. Im September 2015 haben sich darin 193 Unterzeichnernationen auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum verpflichtet, das den Wohlstand mehrt, ohne die Umwelt weiter zu zerstören. 17 Ziele – von der Förderung widerstandsfähiger Städte über die Gleichberechtigung von Frauen bis hin zur Stärkung staatlicher Institutionen – sollen die Lebensbedingungen auf der Erde in den kommenden 15 Jahren verbessern. Unsere Autorin kommt zu dem Schluss: Die Agenda 2030 ist in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit mehr als nur Prosa.

Das gilt gleichermaßen für die Arbeit der GIZ. Anhand von Reportagen über einen jungen Berufsschullehrer in Afghanistan, den Cashewanbau in Ghana und ein Versöhnungsprojekt in Kolumbien zeigen wir Ihnen, wie auch wir uns von den Agendazielen leiten lassen. 

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Ausgabe 3/2016 Schwerpunktthema: Gesundheit

In Botsuana leben die Menschen heute gut zehn Jahre länger als noch im Jahr 2000. Eine ähnlich beeindruckende Entwicklung hat Ruanda durchlaufen. Beide Länder haben in ihre Gesundheitssysteme investiert, Versicherungen aufgebaut und gegen Aids gekämpft. Das hat nicht nur jedem Einzelnen geholfen, sondern die Länder insgesamt robuster gemacht.

Ein intaktes Gesundheitssystem sorgt für größere Sicherheit und Stabilität. Darauf hat auch die Bundesregierung in ihrem „Weißbuch zur Sicherheitspolitik“ kürzlich hingewiesen. Seuchen wurden darin als eine von zehn zentralen Herausforderungen der staatlichen Sicherheit definiert. Als 2014 die bisher größte Ebola-Epidemie ausbrach, destabilisierte sie ganze Regionen in Westafrika. Gesundheit hat eben nicht nur einen individuellen Aspekt. Sie ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Ebenso wie Frieden, gute Regierungsführung, die Wahrung der Menschenrechte, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Kampf gegen extreme Armut ist eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung die Grundlage für ein Leben in Sicherheit und Würde.

Wenn Deutschland am 1. Dezember die G20-Präsidentschaft übernimmt, wird Gesundheit eines der Themen für den Gipfel im Juli 2017 in Hamburg sein. Schon 2007 in Heiligendamm legten die G8-Staaten ein 45 Milliarden Euro schweres Programm zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose auf. 2015 in Elmau verpflichteten sich die G7-Staaten zur verstärkten Forschung an vernachlässigten Tropenkrankheiten. Auch stockten sie die Mittel für die Impfallianz Gavi auf.

Mit unserem Schwerpunkt Gesundheit wollen wir in dieser Ausgabe von akzente einen Blick auf dieses Thema werfen. Folgen Sie in der Titelgeschichte der Wissenschaftsjournalistin Jana Schlütter nach Südafrika. Erfahren Sie, wie ein Kurznachrichtendienst die Versorgung von Schwangeren verbessert und wie mit intensivem Datenaustausch, ebenfalls über Mobiltelefone, Seuchen eingedämmt werden.

Gesundheit ist ein hohes Gut. Die GIZ arbeitet seit Jahren daran, Krankenversicherungssysteme in Entwicklungsländern aufzubauen, zum Beispiel in Indien, Indonesien, Kambodscha, Kenia und Ruanda. Millionen von Menschen, die sich früher keine Behandlung leisten konnten, bekommen so Zugang zu Ärzten und Krankenhäusern. Auf diese Arbeit sind wir, zugegeben, auch ein wenig stolz.

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Frühere Ausgaben

2016

Ausgabe 2/2016 Schwerpunktthema: Arbeit

Wenn Asia Khaled Salamed von ihrem zukünftigen Beruf redet, dann liegt Hoffnung in ihrer Stimme: Sobald wieder Frieden in Syrien ist, will sie als frisch ausgebildete Klempnerin in ihre Heimat zurückkehren und ihre handwerklichen Fähigkeiten beim Wiederaufbau einsetzen – „wie die Trümmerfrauen damals in Deutschland“, sagt sie. Arbeit – für die junge Syrerin, die derzeit in Jordanien einen Ausbildungskurs absolviert, steht dies für Zukunft.

Für Zukunft, allerdings auf eine etwas andere Art, steht auch „Arbeiten 4.0“. Die Initiative des Bundesarbeitsministeriums rückt die zukünftigen Arbeitsverhältnisse in den Fokus. Denn die Arbeitswelt ist im Wandel. Wie wollen wir morgen arbeiten? Wie verändert die Digitalisierung unser Berufsleben? Welche Tätigkeiten werden verschwinden, welche neu entstehen? In gar nicht so ferner Zukunft sorgt das „Internet der Dinge“ dafür, dass Maschinen miteinander kommunizieren und uns lästige Arbeiten abnehmen, prognostiziert der amerikanische Autor und Softwarespezialist Martin Ford in einem Interview in diesem Heft. Aber was, wenn dadurch Menschen massenweise ihre Arbeit verlieren?

Dabei könnte es so einfach sein, wenn man dem chinesischen Gelehrten Konfuzius folgen würde: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du musst keinen einzigen Tag arbeiten in deinem Leben.“ Jobs – in vielen Regionen dieser Erde sind sie jedoch Mangelware. Vor allem solche, bei denen man von einer hohen Arbeitsplatzqualität sprechen kann. Auf knapp 200 Millionen Menschen ohne Arbeit kommt die Internationale Arbeitsorganisation, Tendenz steigend. Weltweit arbeiten rund 45 Prozent der Menschen in prekären Verhältnissen, also ohne soziale Absicherung und regelmäßige Bezahlung. In Subsahara-Afrika und Südasien sind es sogar rund 75 Prozent.

Arbeit – ein Phänomen mit vielen Facetten, vor allem aber Ungleichheiten. Gerade deshalb widmen wir diesem Thema die vorliegende Ausgabe von akzente. Folgen Sie dem Wirtschaftsjournalisten Dirk Böttcher durch seine Titelgeschichte, in der er beschreibt, was Arbeit für das Individuum bedeutet und wie in Entwicklungs- und Schwellenländern mehr Jobs entstehen können, und machen Sie sich selbst ein Bild.

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Ausgabe 1/2016 Schwerpunktthema: Vielfalt

 

Aus der Natur wissen wir: Einfalt ist riskant. Sie kann das Zusammenspiel der Tier- und Pflanzenwelt empfindlich stören. Längst betrachten wir Artenvielfalt daher als einen Schatz, den es zu pflegen und zu erhalten gilt. Auch wenn das Bemühen darum oft noch unzureichend ist, den Nutzen haben wir erkannt. Anders in der Gesellschaft. Hier begreifen wir den Vorteil der Vielfalt erst allmählich, verstehen noch nicht lange, dass ein Miteinander von Geschlechtern, Hautfarben, Religionen, Kulturen und Bräuchen wertvoller ist als die Summe vieler Einzelner. Denn das ist einfacher gesagt als getan.

Ganz empfindlich hat uns in Deutschland die Ankunft von rund einer Million Flüchtlingen im Jahr 2015 spüren lassen, wie fragil die Frage der Vielfalt ist. Wie wollen wir leben? Wie vielen unterschiedlichen Menschen gewähren wir Zugang zu unserer Gesellschaft? Und zu welchen Bedingungen? Die hierzulande breit entfachte und weiter andauernde Debatte zeigt einmal mehr, dass Vielfalt zwar ein durch und durch positiv konnotierter Begriff ist – Fülle und Reichtum werden gern als Synonyme verwendet. Doch wenn es das eigene Leben betrifft, mischen sich in die Auseinandersetzung mit dem Anderen, dem Vielfältigen nicht nur positive Töne.

Dabei belegen Studien inzwischen: Vielfalt beflügelt. Sie schafft Raum für Kreativität und damit die Grundlage für Innovationen, die so wichtig sind in unserer globalisierten und digitalisierten Welt. Je mehr Unterschiede Gesellschaften und Unternehmen zulassen, desto produktiver können sie sein – wenn wir uns aktiv mit den Unterschiedlichkeiten befassen und sie nicht einfach nur geschehen lassen. Vielfalt geht über die Einlösung verbriefter individueller Rechte hinaus. Nicht ohne Grund sagte die frühere US-amerikanische Außenministerin Madeleine Albright einmal: „Vielfalt macht unsere Gesellschaften in jeder Hinsicht reicher.“

Aber um Vielfalt muss man ringen. Dies beleuchtet beispielsweise die Autorin der Titelgeschichte, Ingrid Müller vom Berliner „Tagesspiegel“, die neben dem erwiesenen Wert des Anderen auch die Schwierigkeiten benennt, die gelebte Vielfalt mit sich bringen kann. Denn das Zusammentreffen von Unterschieden erfordert ein hohes Maß an Toleranz, das manchmal auch Kraft kostet.

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2015

Ausgabe 4/2015 Schwerpunktthema: Flucht

 

Mohammed flüchtete aus Mekka, Friedrich Schiller aus Württemberg und Heinrich Heine nach Paris. Schon diese wenigen Beispiele zeigen: Flucht ist so alt wie die Menschheit selbst. Und doch bedeutet sie weit mehr als das bloße Entrinnen aus einer Gefahr. Flucht steht auch für Ansporn, Antrieb und Aufbruch. Denn wo Flüchtlinge ankommen, entsteht unweigerlich Neues. Beispiele dafür gibt es genügend: Ob die Vereinigten Staaten von Amerika seit dem 18. Jahrhundert oder Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – auf lange Sicht hat der Zuzug anderer Menschen deren Entwicklung beflügelt. Diese Tatsache sollten wir nicht vergessen, ohne die großen Herausforderungen des aktuellen Flüchtlingsdramas kleinzureden.

Unser Autor Jochen Stahnke von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht den Hintergründen der neuen Flüchtlingswelle nach und zeigt dabei auch, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse, zwischen Opfern und Schleppern, nicht immer zweifelsfrei zu ziehen sind. Welche Strategien die Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage verfolgt und wie sie Fluchtursachen bekämpft, erklärt Bundesminister Gerd Müller in einem Interview. Schließlich erzählt der preisgekrönte Schriftsteller Saša Stanišić in einer kurzen, ergreifenden Geschichte von seiner eigenen Flucht aus Bosnien.

Unsere Reportagen handeln dieses Mal von Start-ups in Tadschikistan, für die es zündende Ideen und einiges an Mut braucht. Sie berichten von Jobcentern in Ägypten als Strategie gegen die Arbeitslosigkeit dort. Und sie zeigen, wie in der brasilianischen Savanne Cerrado gezielt Feuer gelegt werden, um schlimmere Brände zu verhindern.

Unsere APP für Tablet-PCs bietet interessante Zusatzinformationen: Dort finden Sie zum Beispiel eine Galerie prominenter Flüchtlinge, ein Video zu der Reportage aus Tadschikistan und einen Podcast über junge Ägypter auf der Suche nach dem passenden Job.

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Ausgabe 3/2015 Schwerpunktthema: Klima

 

Wir kennen die „unbequeme Wahrheit“ (Al Gore). Wir wissen: „Die Debatten sind geführt“ (Barack Obama), „die wissenschaftlichen Erkenntnisse eindeutig“ (Kofi Annan). Die Rede ist vom Klimawandel, den die Mächtigen und Großen inzwischen nahezu einstimmig als eine der „wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit“ (Papst Franziskus) bezeichnen. Er ist kein politischer Spuk, der irgendwann wieder vorübergeht, wie manche noch vor einigen Jahren gehofft haben mögen, sondern durchaus real. Ende 2015 treffen sich die Staatenlenker wieder zu einem, vielleicht dem entscheidenden, Gipfel in Paris. Werden sie die Kraft für einen neuen, wirksamen Vertrag zum Klimaschutz aufbringen? Die Rhetorik im Vorfeld spricht dafür, das Verhandlungsklima scheint günstig. Alles blickt erwartungsvoll nach Paris – wir auch.

Unser Autor Joachim Müller-Jung geht in einem Essay der Frage nach, warum nicht alle düsteren Klimaprognosen der vergangenen Jahre eingetreten sind. Er beschreibt außerdem, wo sich Klimaveränderungen schon zeigen und wie sich Menschen und Länder gegen ihre negativen Folgen wappnen. Mary Robinson, die Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für den Klimawandel, erklärt in einem Gastbeitrag, warum jetzt alle Staaten dringend gefordert sind – Entwicklungs- und Industrieländer –, wenn auch in unterschiedlicher Weise.

Unsere Reportagen erzählen dieses Mal von Finanzexperten der Deutschen Bank, die Reisbauern in Thailand unterstützen. Sie berichten von jungen Altenpflegerinnen aus Vietnam, die sich in Deutschland eine berufliche Zukunft aufbauen und hier dringend gebraucht werden. Und sie beschreiben starke Unternehmerinnen in Mali.

Unsere App für Tablet-PCs bietet ab sofort interessante Zusatzinformationen rund um die akzente-Themen: Dort finden Sie zum Beispiel ergänzend zur Reportage aus Nicaragua ein Video. Es zeigt, wie sich das Leben der Menschen grundlegend verändert hat, seit das Dorf Ocote Tuma „unter Strom“ steht. 

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Ausgabe 2/2015 Schwerpunktthema: Transparenz

 

Das schönste Haus ist das, welches jedermann offen steht – so lautet eine Weisheit aus „Tausendundeine Nacht“. Und tatsächlich: Das Leben wird vielfältiger, bunter und interessanter, wenn wir der Welt aufgeschlossen begegnen. Gleiches erwarten wir von unseren Freunden, Partnern, Vorgesetzten und schließlich auch von Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dann sprechen wir von Transparenz, von Systemen, die sich nicht abschotten, sondern die zulassen, hereinholen und mitnehmen; die nicht mauern, sondern aufklären und mitteilen. Doch Transparenz muss auch Grenzen haben. Sie endet dort, wo sie zum Einfallstor für Überwachung wird, die Rechte des Einzelnen einschränkt, statt sie zu stärken. Wer will schon ein „gläserner Bürger“ sein? Auch das schönste Haus hat schließlich Türen, die manchmal geschlossen sein dürfen.

Unser Autor Christian Hiller von Gaertringen widmet sich in einem Essay der Frage, wo mehr Transparenz erstrebenswert ist und wo sie schadet. Sein Fazit: Es kommt auf das richtige Maß an, das immer wieder neu bewertet werden muss. Eine feine Abgrenzung zwischen Nutzen und Nachteil von Transparenz in Großunternehmen nimmt auch Christine Hohmann-Dennhardt, Vorstandsmitglied der Daimler AG, in einem Interview vor.

Unsere Reportagen führen Sie diesmal nach Norwegen, in den Nahen Osten und nach Asien. Die Texte erzählen von Besuchern aus der Mongolei in Oslo und Berlin und von einer jungen Bäckerin in den Palästinensischen Gebieten. Sie berichten vom Neuanfang zweier Rana-Plaza-Opfer in Bangladesch und zeigen, wie Mangrovenwälder in Vietnam vor den Folgen des Klimawandels schützen.

Einen weiteren Schritt in Richtung Transparenz sind auch wir selbst gegangen: Seit kurzem finden Sie Zahlen und Fakten rund um unsere Arbeit im neuen Projektdatenauftritt auf der GIZ-Website. Wie er funktioniert, lesen Sie in der Rubrik „Spezial“.

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Ausgabe 1/2015 Schwerpunktthema: Jugend

 

Früher war alles besser. Wer hat diesen Satz nicht schon mal gehört oder sich an die „guten alten Zeiten“ erinnert? Fragt sich: Warum? Vielleicht, weil wir früher jung waren und die Welt, prall gefüllt mit Möglichkeiten, damals bunter aussah? Beim Übergang in die Welt der Erwachsenen zerplatzen manche Träume, andere entstehen. Noch nie gab es so viele junge Menschen, weltweit mehr als 1,8 Milliarden. Sie alle wollen und sollen teilhaben, sie brauchen Gestaltungsräume, um ihren Lebensweg zu gehen. Doch die größte Generation junger Menschen, die es je gab, kämpft in vielen Regionen mit dem niederschmetternden Gefühl, nicht gebraucht zu werden und keine Chance zu haben, sich in Wirtschaft und Gesellschaft einzubringen.

Unsere Autorin Uta Rasche hat für Sie junge Menschen aus Spanien und Afghanistan besucht. Im Schwerpunktartikel erfahren Sie, wie Muzhda Homa Bari ihrem Land helfen will und warum Héctor Piedrafita nicht mehr in Villanúa, sondern in Otzberg wohnt. Beide versuchen, trotz schwieriger Bedingungen ihr eigenes Leben aufzubauen. Auf der Suche nach Anerkennung und Perspektiven ist auch Dhieu Williams. Er schreibt in seinem Kommentar, was der Aufbruch in eine eigene Zukunft im krisengeschüttelten Südsudan bedeutet.

Unsere Reportagen aus dem Ausland machen vor allem eines: Appetit. Es geht um Sahnetorten, Biotomaten und Vanille. In Zusammenarbeit mit Unternehmen stärken wir die Vanillebauern in Madagaskar. Die Reportage aus Mexiko zeigt, wie Klimaschutz im Kleinen funktioniert. Wie Bauern in Indien jetzt auch Bananen, Paprika und Tomaten in Bioqualität anbauen, berichten wir außerdem.

Und wir haben einen weiteren Appetithappen für Sie: akzente erscheint ab sofort auch als App für Tablet-PCs. Grafisch in frischem Gewand, warten außerdem einige redaktionelle Neuerungen – gedruckt wie digital – auf Sie.

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2014

Ausgabe 3-4/2014 Schwerpunktthema: Europa

Vor mehr als einem halben Jahrhundert haben Robert Schuman und die anderen Väter Europas den Grundstein gelegt. Seitdem befindet sich das gemeinsame Haus Europa im Bau. Es musste oder, besser gesagt, durfte seitdem viele Male angebaut, erweitert und nachgebessert werden. Wie weit ist der Bau heute gediehen? Buddeln wir noch, gießen wir Beton in die Schalung oder suchen wir schon die Möbel aus? Muss der Bauplan angepasst werden? Stimmt die Statik noch? Wie solide ist das Fundament? Euroskeptiker, die heute wieder zahlreicher werden, würden gar bezweifeln, dass es ein gemeinsames Fundament gibt.

Die Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Hauses Europa steht und fällt auch mit der Nachbarschaft – in Zeiten der Globalisierung meint das nicht nur „die von nebenan“. Wird die Welt von Konflikten oder Katastrophen erschüttert, trifft das auch Europa. Sicherheit, Klima, Energie – Europas Glaubwürdigkeit beginnt in Mali, in Bangladesch und in Brasilien.

Unser Schwerpunktartikel betrachtet den aktuellen Stand des Bauwerks Europa und weist auf Herausforderungen hin, mit denen die Union nach innen wie nach außen zu tun hat. Der Kommentar des Kenianers Gilbert Khadiagala zeigt, dass die EU Modell steht für die Architektur anderer regionaler Bündnisse. Im Interview betont Angela Filote, die Vertreterin der EU in Rumänien, dass die Beziehungen im verflixten siebten Ehejahr vertrauter und enger werden.

Unsere Reportagen aus dem Ausland führen Sie diesmal nach Chile und Afghanistan. Eine Fotoreportage aus Georgien zeigt, wie Frauenrechte gestärkt werden. Darüber, wie die Menschen in Südostasien nach den Flutwellen des Tsunamis wieder zu ihren Personalausweisen und Geburtsurkunden kamen, berichten wir außerdem.

Ausgabe 2/2014 Schwerpunktthema: Digitaler Wandel

Unser Leben wird mittlerweile umfassend von Internet, Mobiltelefon und den Möglichkeiten fast grenzenloser Kommunikation und Vernetzung bestimmt. Fast vergessen die Zeiten, als wir noch von der Hand ausgefüllte Überweisungsträger zur Bank tragen mussten, um unsere Rechnungen zu bezahlen. Heute können wir unkompliziert mit Menschen in allen Teilen der Welt kommunizieren, am heimischen Computer einkaufen, Aktien an Börsen in entlegenen Teilen der Welt handeln und uns im Auto vom Navigationssystem zur nächsten Tankstelle leiten lassen.

Unser Artikel „Die Kluft wird kleiner“ zeigt auf, wie sich der digitale Wandel deutlich auch auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit bemerkbar macht und in welchem Umfang Informations- und Kommunikationstechniken sowie neue und soziale Medien bereits für eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung eingesetzt werden: von der standortübergreifenden Steuerung von Produktionsprozessen über Wetter- und Marktinformationen für die Landwirtschaft bis hin zu Onlinedienstleistungen von Kommunalverwaltungen. Nicht nur bei uns in Deutschland, sondern auch und gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Unsere Reportagen aus dem Ausland führen Sie diesmal unter anderem nach Mali, Burkina Faso sowie Georgien. Zwischen Mali und Burkina Faso will die Afrikanische Union Grenzkonflikte beilegen und setzt auf länderübergreifende gemeinsame Projekte mit Einwohnern beiderseits der Grenze. Georgien braucht für sein Wirtschaftswachstum dringend mehr Exporte und will seine jahrtausendealte Tradition des Weinbaus an die Qualitätsstandards westlicher Märkte heranführen.

Welche Schwerpunkte im Mittelpunkt seines Amtes stehen, darüber sprachen wir mit dem neuen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller. Lesen Sie im Interview über seine Ziele, aber auch über die Frage, wer 2014 Fußballweltmeister wird.

Ausgabe 1/2014 Schwerpunktthema: Sport

Alleine in Deutschland sind 28 Millionen Menschen unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes in Vereinen organisiert. Sport bewegt nicht nur körperlich – seine Verbände sehen sich auch als Bürgerbewegung und suchen den gesellschaftlichen Diskurs in Sachen Integration von Randgruppen, soziales Lernen und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sport ist aber auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Sportartikelhersteller schaffen weltweit Hunderttausende Arbeitsplätze und machen Milliardenumsätze mit Ausrüstung, Kleidung und Fanartikeln. Nicht zuletzt sind internationale Großereignisse wie Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften sowohl Publikumsmagneten als auch Marktplatz für milliardenschwere Lizenzgeschäfte und Infrastrukturprojekte.

Beide Aspekte des Sports – sowohl der gesellschaftliche als auch der wirtschaftliche – sind für die GIZ und ihre Auftraggeber von großem Interesse. Eine zunehmende Zahl von Projekten weltweit nimmt die sportliche Ausbildung von Jugendlichen in ihr Beratungsrepertoire auf und nimmt die Chancen wahr, die insbesondere Mannschaftssport für die Gesundheitserziehung, die Entwicklung sozialer Kompetenzen und für Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung bieten kann. Nebenbei entstehen Nationalmannschaften und auch Verbandsstrukturen. Und die Fälle nehmen zu, in denen Veranstalter von Großereignissen auf Nachhaltigkeit gerichtete Beratung suchen.

Aus Anlass der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft in Brasilien widmen wir daher dieses akzente-Heft dem Thema „Sport und Entwicklung“. Weitere Artikel führen Sie nach Südafrika und Ruanda. In beiden Ländern spielt Gewalt im Alltag eine große Rolle. In Südafrika wird versucht, sowohl gefährdete als auch gefährdende Jugendliche in die Gewaltprävention einzubeziehen. In Ruanda jährt sich in diesen Tagen zum zwanzigsten Mal der Jahrestag des grauenvollen Genozids von 1994. Wir berichten vom Engagement des Zivilen Friedensdienstes für die Traumabewältigung und die Versöhnung im Lande.

2013

Ausgabe 4/2013 Schwerpunktthema: Konsum, Handel, Verantwortung

Kritische Konsumenten leben ständig in einem Spannungsfeld: Wir wissen um die Probleme globalisierter und arbeitsteiliger Wertschöpfungsketten – wie fehlenden Arbeits- und Brandschutz in Nähereien in Bangladesch und Kinderarbeit in afrikanischen Kakaoplantagen – und treffen unsere Kaufentscheidungen mal mehr, mal weniger konsequent auch nach ethischen Gesichtspunkten. Nicht nur mit Blick auf dieses Dilemma ihrer Kunden stellen Hersteller und Handel die Produktion und den Vertrieb ihrer Produkte zunehmend nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten um, machen soziale und Umweltaspekte zum Teil ihrer Unternehmensstrategie. Zertifizierungen und Labels sowie Corporate Social Responsibility, die Übernahme von Gesamtverantwortung für unternehmerisches Handeln über den engeren betrieblichen Kontext hinaus, sind nicht nur ein kurzfristiges Kalkül, sondern werden für immer mehr Branchen zum Garant für den Erfolg in der Zukunft.

3/2013 Schwerpunktthema: Sicherheit

Für das tägliche Leben können wir uns in Ländern wie Deutschland weitgehend selbst Sicherheit verschaffen. Wir bringen das Auto in die Inspektion, haben einen Rauchmelder in der Wohnung, Sicherheitsschlösser an der Tür und eine Brandschutzversicherung. Für alles Weitere sorgen eine funktionierende Zivilgesellschaft, loyale Ordnungskräfte und eine unabhängige Justiz. Für Menschen in konflikt- und gewaltgeprägten Regionen der Erde sieht das deutlich anders aus, zu nah und allgegenwärtig sind die Bedrohungen, als dass sie sich sicher fühlen könnten. Dort muss das Vertrauen der Bürger in den Staat und seine Institutionen sowie auch zu den Sicherheitskräften neu aufgebaut werden. Eingeübte Muster der Konfliktlösung durch Gewalt müssen durchbrochen werden. Unser Leitartikel widmet sich diesem Thema, beschreibt Rahmenbedingungen und gibt konkrete Einblicke in die Situation in Afghanistan und der Demokratischen Republik Kongo.

2/2013 Ressource Boden

Die Redensart „den Boden unter den Füßen verlieren“ verwenden wir in Situationen, in denen etwas grundsätzlich schiefzugehen droht, selten aber im wörtlichen Sinn. Dabei schwinden die Oberflächenschichten der Erde, der Boden, auf dem wir stehen, tatsächlich. Ackerflächen und Wälder gehen nicht nur durch die Neubildung von Wüsten zurück, auch fortschreitende Urbanisierung und Industrialisierung sorgen dafür, dass täglich Wiesen unter Asphalt und Beton verschwinden. Die Landwirtschaft greift in die Beschaffenheit von Böden ein, die Rohstoffindustrie gräbt weltweit nach Bodenschätzen. Um die Nutzung der wenigen verfügbaren Flächen konkurrieren oft gleich mehrere Interessenten und Branchen. Immer augenfälliger wird, dass nicht nur Erdöl, Mineralien und Edelmetalle nicht erneuerbare Rohstoffe sind, sondern dass der Boden selbst eine endliche Ressource sein könnte. Der Schwerpunktartikel dieser Ausgabe, „Die vergessene Ressource“, zeigt, was mit dem Boden unter unseren Füßen passiert.

1/2013 Schwerpunktthema: Demografie

Wie planen wir unsere Zukunft? Welche Fakten und Annahmen müssen wir unseren Überlegungen und Entscheidungen zugrunde legen? Neben dem Klimawandel, der fortschreitenden Globalisierung und der fragilen Balance der gegenwärtigen Weltpolitik sind demografische Entwicklungen wichtige Einflussfaktoren für die Gestaltung der Welt von morgen. Wo ganze Gesellschaften vergreisen oder im Gegenteil Jugendliche ohne Perspektive auf Ausbildung, Beschäftigung und gesellschaftliche Teilhabe die Bevölkerungsmehrheit bilden, wo Bevölkerungsschichten abwandern und ihr Glück anderswo suchen, wo ländliche Regionen verwaisen und Städte aus den Fugen geraten, drohen Verwerfungen und Konflikte, die auch die Erfolge der ambitioniertesten und erfolgreichsten Entwicklungen schnell zunichtemachen können. Unser Schwerpunktartikel „Megafaktor Demografie“ zeigt, wie Trends bei der Bevölkerungsentwicklung in alle Bereiche der internationalen Zusammenarbeit hineinwirken und welche Vorkehrungen Gesellschaften treffen müssen und können, um nicht davon eingeholt zu werden. Die Befunde und Prognosen der Demografie helfen hierbei.

2012

4/2012 Schwerpunktthema: Klimawandel

Der Klimawandel steht immer wieder auf der politischen Tagesordnung, zuletzt war es so bei der internationalen Klimakonferenz in Doha. Die Maxime „den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren und sich an die unvermeidlichen Auswirkungen des Klimawandels anpassen“ ist nicht neu, aber immer wieder aktuell. Die Rollen und das Selbstverständnis wichtiger Protagonisten im Kampf gegen den Klimawandel haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Insbesondere die Schwellenländer sind in den Fokus getreten. Ihre Wirtschaftsleistung stellt sie, was CO2-Emissionen betrifft, vor ähnliche Probleme wie bisher die klassischen Industrieländer. Sie ermöglicht es ihnen aber auch, als Geber selbst Klimaaktivitäten zu finanzieren. Neue nationale und internationale Finanzierungsmechanismen sind entstanden und die Privatwirtschaft engagiert sich verstärkt in Sachen Klima. Nicht zuletzt wirft die Energiewende in Deutschland – der Ausstieg aus der Atomkraftnutzung – eine Vielzahl klimarelevanter Fragen auf. Zeit also, das Thema neu zu beleuchten.

3/2012 Schwerpunktthema: Finanzsysteme

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger in die Redlichkeit und Integrität der Finanzwirtschaft stark erschüttert. Die wichtige Rolle der Finanzwirtschaft bei der Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat wird vom verzerrten Bild skrupellos spekulierender Investmentbanken überschattet. Dabei gewähren Sparkassen auch weiterhin Verbrauchern dringend benötigte Kredite, übernehmen Banken Anschubfinanzierungen für Start-up-Unternehmen und führen Gehaltskonten für Millionen von Menschen. Eigens hierfür ausgelegte Finanzprodukte und Förderinstrumente können sogar ökologischen und Klimaschutzzielen zum Durchbruch verhelfen. Lesen Sie im Schwerpunktartikel „Anwälte des Wandels“, wie sichere und gut regulierte Finanzmärkte Raum schaffen für Veränderung, Wachstum und Fortschritt und wie die GIZ weltweit Regierungen und Wirtschaft bei der Gestaltung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvoll agierenden Finanzsektor berät.

2/2012 Schwerpunktthema: Tranformation

Transformation – dieser Begriff lässt sich aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten. Im vorliegenden Heft nähern wir ihm uns über die Stadtentwicklung. Megastädte wie Tokio, Mexiko-Stadt oder New York sind einem ständigen Wandel unterworfen. Neben politischen, wirtschaftlichen und sozialen Spannungen, die in allen Metropolen zu finden sind, bieten diese Konglomerate als Zentren des gesellschaftlichen Lebens aber auch ein enormes kreatives Potenzial, das von Wirtschaft, Staat und Bürgern genutzt wird.

1/2012 Schwerpunktthema: Politische Teilhabe

Der Grundstein für eine funktionierende Demokratie ist der kontinuierliche Dialog zwischen Staat und Gesellschaft. Denn politische Partizipation geht weit über die Teilnahme an Wahlen hinaus. Partizipation stellt sicher, dass alle, auch benachteiligte Bevölkerungs- gruppen, ihre Bedürfnisse geltend machen können und dass es zu einem fairen Austausch der unterschiedlichen Interessen kommt. In der Rubrik „akzentuiert“ geben wir Ihnen einen Einblick in die vielfältigen Projekte, die die GIZ im Auftrag der Bundesregierung in diesem Kontext durchführt. Unter dem Titel „Wenn Politik ganz nahe kommt“ führen wir Sie unter anderem nach Tunesien, Bolivien und Sambia.

2011

4/2011 Schwerpunktthema: Rohstoffe

Coltan, Kobalt, Palladium – diese Rohstoffe zählen zu den wichtigsten Bestandteilen vieler Hightech-Produkte. Doch häufig kommen die teilweise enormen Einnahmen aus der Rohstoffgewinnung nicht den Menschen in den jeweiligen Förderländern zugute. Im Auftrag der Bundesregierung berät die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Partnerländer auf dem Weg zu einer größeren Transparenz im Rohstoffsektor. Was noch alles getan wird, damit Öl, Gold und Co. nicht zum Fluch, sondern zum Segen für die betroffenen Staaten werden, steht in der Rubrik „akzentuiert“.

3/2011 Schwerpunktthema: Stadt & Land

Weltweit wachsen die Städte, immer mehr Menschen zieht es dorthin. Gleichzeitig profitieren auch ländliche Regionen von diesem Phänomen. Vielfältige und komplexe Beziehungen zwischen Stadt und Land zeigen: Spricht man von Entwicklung in ruralen und urbanen Räumen, sollte man nicht von einem Gegensatzpaar ausgehen. Stadt und Land sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Entwicklung funktioniert dort am besten, wo Planer die Bevölkerung einbinden und ihre Konzepte regional anlegen.

2/2011 Schwerpunktthema: Verantwortlich wirtschaften

Angesicht der Auswirkungen des Klimawandels und knapper Ressourcen stellt sich immer wieder die Frage nach einem zukunftsfähigen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell. Die Ausrichtung von Volkswirtschaften auf umweltfreundliche Produktions-, Handels- und Konsummuster ist Basis für nachhaltiges Wachstum und kann gleichzeitig Voraussetzung für die Reduzierung von Armut und die Förderung von Wohlstand weltweit sein. Verantwortungsvolles Wirtschaften erfordert, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Eine Herausforderung, der sich immer mehr Länder stellen – im Norden und im Süden. Das Jahresthema „Verantwortlich wirtschaften – nachhaltig entwickeln“ wurde in Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank gestaltet.

1/2011 Schwerpunktthema: Bildung

Bildung bringt die Entwicklung voran. Von der Grundschule bis zur Universität, vom Lernen des Alphabets bis zur Berufsbildung – der Begriff „Bildung“ ist so vielseitig wie die Herausforderungen, die anzugehen sind, wenn Bildungsdefizite in Partnerländern behoben werden sollen. Worum genau geht es bei Bildung? Was muss getan werden, damit möglichst viele junge Leute in den Genuss von Schul- und Berufsausbildung kommen? Menschen mit einer guten Basis- und Berufsausbildung haben bessere Chancen auf ein gesundes Leben ohne Armut. Das nützt nicht nur dem Einzelnen, sondern hilft der ganzen Gesellschaft. Warum ist „Bildung für alle“ dennoch keine Selbstverständlichkeit?

2010-1998

2010 - 1998 Ausgaben

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