Sicherheitsexperte in Afghanistan

Ted Callahan beobachtet und analysiert für die GIZ die Sicherheitslage an verschiedenen Orten des Landes.

Mbissine Diouf

Ted Callahan (Foto: Farshad Usyan)

Risiken abschätzen – das ist Ted Callahans Aufgabe im Nordosten Afghanistans. Die Möglichkeit, das Land genau zu erkunden, macht für den Sicherheitsberater der GIZ den größten Reiz aus. Natürlich gibt es auch für ihn aus Sicherheitsgründen einige Einschränkungen. Doch er sagt: „Ich habe jetzt das Gefühl, wieder wirklich in Afghanistan zu leben.“ Um das zu verstehen, muss man in die Zeit zurückgehen, bevor Callahan 2014 zu dem Bundesunternehmen kam. Eineinhalb Jahre lang war er Berater im Hauptquartier des NATO-Kommandos Spezialkräfte in Afghanistan und verbrachte die meiste Zeit in Kabul, abgeschirmt von der Bevölkerung.

Doktorarbeit über die Lokalpolitik in der Provinz Badakhshan

Dabei hatte der promovierte Anthropologe das Land 2006 ganz anders kennengelernt. In der Provinz Badakhshan hatte er damals für seine Doktorarbeit über den Wandel der dortigen Lokalpolitik recherchiert. Seither hat Callahan jedes Jahr einige Zeit am Hindukusch verbracht. Das Reisen ist unerlässlich für Risikomanagementberater wie ihn. Sie beobachten und analysieren die Sicherheitslage an verschiedenen Orten des Landes, um schließlich fundierte Einschätzungen abgeben zu können: Welche Gegenden sollten Mitarbeiter meiden? Wie sollen sie sich verhalten? Besonders hilfreich für seine Arbeit ist, dass Callahan die afghanische Sprache Dari spricht.

aus akzente 2/16