„Neue Art der Diplomatie"

Natalya Nepomnyashcha, Managerin bei "eHealth Africa", über das Global Diplomacy Lab 2016 in Montréal

Natalya Nepomnyashcha (Foto: Adrienne Surprenant/hanslucas.com)

Natalya Nepomnyashcha war Teilnehmerin des Global Diplomacy Lab 2016 in Montréal. Sie lebt in Berlin, ist Managerin bei „eHealth Africa“ und Gründerin von „Netzwerk Chancen“.

Was ist das Besondere am Global Diplomacy Lab?
Die unglaubliche Bandbreite der Mitglieder, was Herkunft und Wirkungsbereich angeht. Trotzdem haben wir ein gemeinsames Interesse: Wir wollen Verbindungen schaffen und an einer neuen Art der Diplomatie arbeiten. Ich habe im Sommer 2016 die gemeinnützige Dialogplattform „Netzwerk Chancen“ gegründet. Der Netzwerk-Charakter des Global Diplomacy Lab ist ein Werkzeug, das ich nutze und ausbaue.

Was macht „Netzwerk Chancen“?
Wir setzen uns deutschlandweit für Chancengleichheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien ein. Gleichzeitig bringen wir zivilgesellschaftliche Organisationen, Politiker, Beamte, Eltern, Wissenschaftler und Schüler zusammen, um nachhaltige Lösungen für gleiche Bildungschancen zu entwickeln.

Was erwarten Sie von der Teilnahme am Global Diplomacy Lab?
Bei „Netzwerk Chancen“ geht es darum, durch einen konstruktiven Dialog mit wichtigen Entscheidungsträgern Gesellschaftsreformen mitzugestalten und umzusetzen. Dabei kann beispielsweise der richtige Einsatz von Socia-Media-Plattformen helfen ‑ thematisch trifft das Lab also einen wichtigen Schwerpunkt. „eHealth Africa“ ist eine Organisation, die mit neuesten Technologien und Datensystemen ein stärkeres Gesundheitssystem in Afrika aufbaut. Das Thema des diesjährigen Lab, „Mächtegleichgewicht durch Informationstechnik“, passt perfekt zu dem Weg, den „eHealth Africa“ geht. Ich erhoffe mir neue Impulse, wie wir Technik, aber auch soziale Netzwerke und Kommunikation gezielter einsetzen können, um Menschenleben zu retten. Vor allem erhoffe ich mir neue Kontakte mit Langzeitwirkung. Der Austausch unter den Teilnehmern ist auch außerhalb des Labs sehr produktiv. 

 

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