Infografik: Klima

Faktor Stadt

Die Infografik zum Klimawandel zeigt: Ob der globale Temperaturanstieg auf zwei Grad begrenzt bleibt, hängt zu einem großen Teil von den Städten ab.

Entscheidend sind die Städte

Klima und Stadt – ein unzertrennliches Duo: In Städten wohnen schon heute die meisten Menschen,wird am meisten Energie verbraucht und befinden sich die meisten Häuser. Gerade deshalb ist das Potenzial für emissionsarmen Transport, energieeffiziente Gebäude und sparsamen Stromverbrauch in Städten auch besonders hoch. Hier lässt sich auf kleinem Raum viel erreichen, denn ein hoher Verbrauch bietet auch große Chancen. Ob der globale Temperaturanstieg auf zwei Grad begrenzt bleibt, entscheidet sich deshalb in den Städten. Viele haben mit dem Klimaschutz schon begonnen.

Entscheindend sind die Städte

Die Stadtbevölkerung wächst, während die Landbevölkerung – relativ dazu – schrumpft. Damit steigen aller Voraussicht nach auch die energierelevanten CO2-Emissionen – an denen die Städte heute einen Anteil von 70 Prozent haben.

Entscheindend sind die Städte

Kapstadt – Wasser solar erhitzen

Kapstadt – Wasser solar erhitzen

Die südafrikanische Stadt fördert den Einsatz solarbetriebener Wassererhitzer: Bis 2017 sollen 200.000 Anlagen in Betrieb gehen und den Kunden deutlich niedrigere Verbrauchskosten bescheren.

 

 

Stockholm - saubere Leistung

Stockholm - saubere Leistung

Schwedens Hauptstadt zeigt, dass Wirtschaftswachstum nicht zwingend höhere Emissionswerte braucht. Stockholm hat seinen CO2-Ausstoß zwischen 1993 und 2010 um 35 Prozent vermindert, dabei gleichzeitig seine Wirtschaftsleistung um 41 Prozent erhöht.

 

Hangzhou – mit dem Rad unterwegs

Hangzhou – mit dem Rad unterwegs

Die chinesische Millionenstadt hat ein gigantisches Radverleihprogramm aufgelegt: 78.000 Fahrräder stehen an 2.000 Ausleihstationen bereit, und dauernd kommen neue dazu. 400.000 Bewohner der Stadt machen täglich Gebrauch davon. Bei Fahrten von weniger als einer Stunde ist der Verleih kostenlos.

 

Curitiba – Brasiliens grüne Metropole

Die Stadt hat frühzeitig auf Nachhaltigkeit gesetzt. Dadurch ist der CO2-Ausstoß um ein Viertel niedriger als in anderen brasilianischen Großstädten.

Curitiba – Brasiliens grüne Metropole

52 m2 Grünfläche pro Person

60 % der Einwohner benutzen den öffentlichen Personen­nah­­verkehr:
1.100 Busse, täglich 12.500 Fahrten, mehr als 1,3 Millionen Passagiere

70 % Müll wird recycelt

 

 

Großes Ziel: grüne Stadt

Viele Metropolen haben sich konkrete Ziele zur Minderung von Treibhausgasen gesetzt, manche davon sehr ehrgeizige. Auch einige Orte in Entwicklungsländern gehören mittlerweile dazu.

Großes Ziel: grüne Stadt

DA NANG

Die vietnamesische Hafenstadt möchte ihren CO2-Ausstoß bis 2020 um 14 Prozent senken.

BOGOTÁ

Bis 2019 will die kolumbianische Hauptstadt rund 16 Prozent weniger Treibhausgase produzieren.

FRANKFURT

Die Stadt am Main hat sich vorgenommen, bis 2050 ohne CO2-Emissionen auszukommen.

ASPEN

Die US-Stadt möchte ihren Strom bis Ende 2015 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen beziehen.

Quellen: Vereinte Nationen, City of Capetown, London School of Economics, Natural Resources Defense Council, City of Curitiba, Green Planet Monitor, Mother Nature Network, Asia-Pacific Research Center, C40 Cities

aus akzente 3/15

 

Weitere Beiträge zum Schwerpunkt: